Johann Friedrich Vollmar (1751-1818) zum 200. Todestag.
Bildhauer, Maler, Altar- und Kanzelbauer, Stuckateur
Sohn des Riedlinger Scharfrichters


In Zusammenarbeit mit dem Altertumsverein Riedlingen.
In Will am 27.12.1751 geboren, wo sein Vater in Scharfrichterdiensten des Abtes von St. Gallen stand, wuchs der junge Vollmar in der Riedlinger Froschlache auf. Spätestens 1768 ging er von hier weg und entwickelte sich zum gefragten, „berühmten Bildhauer aus Riedlingen“. Zahlreiche Werke seiner Kunst, seien es Altäre, Kanzeln, Reliefarbeiten, Fresken und Stuck zeugen bis heute von seiner künstlerischen Vielfalt. Vor allem in Wurmlingen (TUT), Stühlingen und Waldshut schuf er Gesamtkunstwerke in den dortigen Kirchen, die bis heute den stilgschichtlichen Wandel vom Rokoko zum Frühklassizismus nachvollziehen lassen. Von 1778 bis 1792 blieb Vollmar Bürger der Stadt Riedlingen, obwohl er seit 1786 in Laufenburg wohnte, ehe er seinen Wohnsitz nach Säckingen verlegte. Dort starb er am 16, Oktober 1818.
Erst durch die Erlasse Kaiserin Maria Theresias 1753 und 1772 wurde den Scharfrichtern und deren Nachkommen ein Maß an „Ehrlichkeit“ zugestanden, das ihnen ermöglichte, „freie“ Berufe zu ergreifen und auch „frei“ heiraten zu dürfen. In diese günstige Zeit wurde der Riedlinger Scharfrichternachkomme Johann Friedrich Vollmar geboren, dessen 200. Todestag in diesem Jahr gedacht wird. Winfried Aßfalg hatte 2002 eine vielbeachtete Monographie über den Künstler herausgebracht.




1 Abend, 27.11.2018
Dienstag, 19:00 - 20:30 Uhr
1 Termin(e)
Winfried Aßfalg
R 1103
Kreissparkasse, Marktplatz 6, 88499 Riedlingen, Foyer, EG
Eintritt:
5,00
Ermäßigt für Mitglieder des Altertumsvereins (4,00 €)